> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 31. August 2002
 

Rengetsweiler in Öl vor 75 Jahren

Altes Gemälde zeigt den Ort anno 1927 - Schenkung von Familie

Rengetsweiler - Ein Ölgemälde von 1927 hat jetzt seinen Weg aus Köln nach Rengetsweiler zurückgefunden. Aus der Hand von Dr. Gabriele Ulrich erhielt Ortsvorsteher Anton Liehner das Gemälde, das Rengetsweiler im Jahr 1927 zeigt. Es macht die Veränderungen deutlich, die sich im Laufe der Jahrzehnte im Dorf vollzogen haben.

Dieses Bild war einst das Abschiedsgeschenk der Gemeinde Rengetsweiler an ihren langjährigen Dorflehrer Hotz, der an der damaligen einklassigen Volksschule in den Jahren von 1885 bis 1927 wirkte. Als damalige Respektsperson fühlte er sich nicht nur für die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen verantwortlich. Er engagierte sich auch nach Kräften im kirchlichen und gemeindlichen Leben. Der Dorflehrer hatte außerdem maßgeblich den damaligen Bau der Wasserleitung in Rengetsweiler mit vorangetrieben. Zum Ruhestand zog Lehrer Hotz mit seiner Frau in die Nähe seiner Kinder nach Köln.

Das Ölgemälde wurde bei den Eheleuten Hotz in Ehre gehalten. Nach deren Tod ging es an die Tochter Else über, verheiratete Mues, und dann an deren Tochter Ursula, verheiratete Ulrich. Bei ihr zu Hause in Köln-Lindenthal hing das Bild bis zu ihrem Tod im April. Über den NachIass fiel das Bild dem Bruder von Ursula zu, Hans Georg Mues. Dessen ausdrücklicher Wunsch - und der Wunsch der gesamten Familie - war es, dass dieses Bild wieder zurück nach Rengetsweiler kommt. Die Urenkelin von Lehrer Hotz, Dr. Gabriele Ulrich, hat nun dieses Bild im Auftrag der Familie an Ortsvorsteher Anton Liehner im Beisein von Karl und Hubert Müller übergeben.

Dr. Gabriele Ulrich schenkte dem Ort Rengetsweiler aus dem Familiennachlass das Bild "Rengetsweiler im Jahr 1927". Ortsvorsteher Anton Liehner nahm das Bild mit Freude entgegen.
BILD: HUBERT MÜLLER

Anton Liehner zeigte sich hoch erfreut und sicherte zu, dass dieses Bild im Rathaus einen Ehrenplatz erhalten wird. Er zeigte dabei seinen Gästen das umgebaute "Alte Schulhaus", in dem Lehrer Hotz tätig war und mit seiner Familie gelebt hat.

Die Familien Hotz, Mues und Ulrich blieben über Generationen hinweg mit Rengetsweiler verbunden. Auch in den Kriegsjahren kamen die Familien, die von Köln nach Sigmaringen evakuiert worden waren, immer wieder nach Rengetsweiler, wo sie von der Familie des Kronenwirts nach Kräften unterstützt wurden. Die Verbindung wurde über Alt-Kronenwirt Karl Müller, seiner Frau Antonie und seiner Schwester Leonie gepflegt. Sie besteht bis heute zwischen den nachfolgenden Generationen.

Text: Hubert Müller, Sigmaringen

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Südkurier Meßkirch, 31.08.2002

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