> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 17. Dezember 2002
 

Jahreskonzert für einen guten Zweck

Abwechslungsreiches Programm aus Gesang und Blasmusik -
Reinerlös von 750 Euro für Jugendliche in Kaliningrad

Rengetsweiler (fah) Beim Jahreskonzert der Rengetsweiler Vereine trafen in der festlich geschmückten Randenhalle zwei Welten aufeinander, wie sie gegensätzlicher nicht sein können. Der Abend war gekennzeichnet von einer Fülle musikalischer Auftritte mit Gesang und Blasinstrumenten, aber auch von einer mehr als nachdenklich stimmenden Darstellung der lebensbedrohenden Lage von russischen Jugendlichen in Kaliningrad.

Vier Vereine aus Rengetsweiler und aus Rengetsweiler-Dietershofen, der Kinder- und Jugendchor, das Akkordeonorchester, der Gesangverein und die Rengetsweiler Musikanten zeigten wieder einmal ihrem Publikum zur vorweihnachtlichen Zeit den hohen Stand ihres Könnens - ein zu Herzen gehendes Musizieren.

In der voll besetzten Festhalle konnte Hans Spieß, Vorsitzender des Gesangvereins Rengetsweiler-Dietershofen, neben Vertretern von Vereinen auch Pfarrer Romuald Pawletta von der Jugendarbeit "Lumen Christi" in Kaliningrad begrüßen.

Mit dem Heben des Taktstocks durch Angelika Droxner, seit 25 Jahren Dirigentin des Akkordeonorchesters Rengetsweiler, verstummte die muntere Unterhaltung im Saal. Mit "Air" aus der Suite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach eröffnete sie eine mehrsätzige, sehr getragene, in gleicher Tonart gespielte Instrumentalmusik. Weiter ging der Strauß mit ausgewählten Werken aus der Gegenwart: bekannte Ohrwürmer aus Italien wie "Gloria", "Mama Mia" "Tiamo" und "Azurro" von Adriano Celentano.

Voll aufgegangen ist das Anliegen der Ausbilderin des Kinder- und Jugendchors, Licht in die Herzen der Zuhörer zu bringen. Beim ersten Auftritt nach nur wenigen Monaten der Vorbereitung gelang den Kindern neben der Darbietung von vier auswendig gesungenen Liedern auch eine Überraschung: Mit brennenden Kerzen zogen sie zu den Tischen ihrer Eltern und

Mit großem Gespür sang sich der gemischte Chor des Gesangverein Rengetsweiler-Dietershofen in die Herzen der Zuhörer.

FAH/BILD: HAHN

Verwandten und gaben dadurch das Symbol der Friedfertigkeit an die Erwachsenen weiter.

Mit dem Spiritual "0 Herr, welch ein Morgen", der Lobpreisung an Gott, mit einem weich gesungenen Baritonsolo von Hans Spieß, begann der Gesangverein unter Leitung von Dirigentin Einma Gass und begleitet von Angelika Arzt am Klavier einen wunderschönen Auftritt mit sicherem Klangvolumen. Über "Die Rose", ein Liebeslied, sang sich der Chor zu "Wir sind alle Kinder Gottes" bis in das russische Schlaflied "Bajuschka baju'' und das "Trommellied" von Wolfgang Lüderitz in ein von großem Beifall begleitetes Finale.

Mit dem Auftritt der Rengetsweiler Musikanten änderte sich das Stimmungsbild. Kraftvoll mit Schwung boten sie zum Schluss dem Publikum einige Beispiele ihres gewohnten Könnens. Solo ahmte Stefanie Koch auf der Pikkoloflöte mit großer Sicherheit und begleitet von rauschendem Beifall den Gesang einer Lerche nach.

Nach den letzten Polkaklängen des Abends überreichte Ortsvorsteher Anton Liehner an Pfarrer Pawletta für seine Jugendarbeit in Russland den Reinerlös des Abends in Höhe von 750 Euro.

Anmerkung der Pressespiegel-Redaktion:
Obiger Text ist eine korrigierte Fassung des Zeitungsberichtes von Falco Hahn, der mehrere Fehler enthielt, z.B. wurde das Akkordeonorchester nicht von Angelika Arzt am Klavier begleitet.

 
 

Falko Hahn, Südkurier Meßkirch, 17.12.2002

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