> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 22. Februar 2002
 

Rengetsweiler goes online

15-jähriger Schüler präsentiert sein Heimatdorf im Internet

Wanderer, kommst Du nach Rengetsweiler, Du siehst zunächst ein leuchtend gelbes Ortsschild - nicht nur in natura, sondern seit diesem Jahr auch virtuell. Rengetsweiler ist online, Animationen empfangen den Besucher auf www.rengetsweiler.de, und eben das bekannte Ortsschild. Eine Fotogalerie führt Interessierte durch die Randenstraße, zeigt Sehenswürdigkeiten wie die Schule oder die Randenhalle.

Ein Blick in "Vereine" zeigt, dass die Rengetsweiler ein gut organisiertes Völkchen sind: nicht weniger als neun Gruppen haben hier Eintrag gefunden. Die Aktivitäten reichen von Akkordeonorchester bis Fußballverein, von den Randenmale zur Landjugend. Diese stellt sich mit einer eigenen Rubrik "72-Stunden-Aktion" gleich ins rechte Bild. Die von den Jugendlichen restaurierten Feldkreuze werden in ihrer neuen Pracht in einer Fotogalerie gezeigt.

Zur besseren Orientierung kann der Besucher den "Dorfplan" Rengetsweilers anklicken. Unter "Umgebung" lassen sich noch weitere Pläne der umliegenden Dörfer Dietershofen, Buffenhofen und Ringgenbach anklicken, Walbertsweiler ist zwar auch aufgeführt, der Plan fehlt aber leider. Abgerundet wird die übersichtlich gestaltete und mit zahlreichen Fotos ausgestattete Homepage durch einen Pressespiegel, der zeigt, dass die Aktivitäten in Rengetsweiler vom SÜDKURIER genau verfolgt und publik gemacht werden. Ob der Festakt zur Taufe der Randenhalle nach zehn Jahren oder der Fasnachtsball - Zeitung wie Homepage sind aktuell.

Ein großes Forum wird den Besuchern zugestanden: In diversen Rubriken werden sie zu ihrer Meinung gefragt. Ein witziges Extra ist der "ecard-Service". Endlich können Postkartengrüße aus Rengetsweiler verschickt werden! Da landet schon mal die beleuchtete Randenhalle bei Nacht im virtuellen Briefkasten oder eines der anderen Motive aus der Fotogalerie der Rengetsweiler Internetseite.

Der 15-jährige Christoph Spiess brachte auf eigene Initiative seinen Heimatort Rengetsweiler ins Internet.
von/Bild: King

Die Überraschung folgt, wenn das "Impressum" angeklickt wird: Für diese ausführliche Seite ist der 15-jährige Christoph Spiess verantwortlich! In Eigenarbeit hat er die Homepage ins Netz gestellt, Fotos gemacht und recherchiert. "Ich bin im Internet immer wieder auf die Seiten von anderen Städten und Gemeinden gestoßen. So kam mir die Idee, auch für Rengetsweiler so etwas aufzubauen", erklärt er fast nebenbei, Auch macht er kein großes Aufheben darum, dass die recht professionelle Seite die erste ist, die er gebastelt hat.

Nachdem er anfangs mit einem Programm zur Erstellung einer Homepage gearbeitet hatte, probierte er schon bald eigene Ideen aus. Nach etwa zwei Wochen konnte er seinen Erstling veröffentlichen. Schmunzelnd erzählt er von seiner Werbeaktion: "Ich habe zuerst Plakate im Ort aufgehängt, um auf die Seite von Rengetsweiler im Internet aufmerksam zu machen." Zuspruch erhielt er vor allem von seinen Freunden, was ein Blick ins Gästebuch bestätigt. Von offizieller Seite bekam er bisher keine Reaktion, geschweige denn Unterstützung für das Engagement für seine Heimat.

Anmerkung des Betreuers des Pressespiegel:
Leider hat Frau Baier vom Südkurier Meßkirch nur unzureichend recherchiert. Da die Seite sich eigentlich noch im Aufbau befindet, wurde sie "offiziellen Seiten", z.B. der Ortschaftsverwaltung Rengetsweiler oder der Stadtverwaltung Meßkirch gar nicht zur Kenntnis gebracht. Unterstützung hat Christoph Spiess vor allem
durch mich erfahren. Ich stehe Christoph in Fragen des Layouts und der Bildbearbeitung zur Seite. Den Bereich Pressespiegel habe ich angelegt und ich stelle auch die Artikel ein (siehe Impressum).
Anscheinend ist es aber zur Zeit (vermutlich wegen der bevorstehenden Bürgermeisterwahl im Herbst) bei der Lokalredaktion in Meßkirch üblich, Stimmung gegen das Rathaus zu machen. Anders ist der letzte Satz im obigen Artikel nicht zu erklären.
Gerhard Löffler
 

 
 

Ellen Baier, Südkurier Meßkirch, 22.02.2002

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