> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 09. November 2001
 

Die Lesermeinung:

0 zu 320 000 Mark

Zu unserem Bericht "SV will endlich die Bagger anrollen lassen" vom 3. November fragt der Vorsitzende des SV Rengetsweiler, weshalb die Stadt Trainingsmöglichkeiten des SV Meßkirch bezuschussen sollte, wenn sie dies bei anderen Vereinen nicht tut.

Der SV Meßkirch hat denkbar schlechte Trainingsbedingungen. Das ist allen Fußballern klar. Deshalb möchte der SV dies auch schnellstens ändern, und für 530 000 Mark einen neuen Trainingsplatz bauen lassen. Die Stadt soll nach dem Willen von dem Vorsitzenden Keller 320 000 Mark bereitstellen. Immerhin 9,43 Prozent vom Gesamtvolumen will der SV Meßkirch selbst zu diesem Gewerk beisteuern. Ein kurzer Rückblick: Vor zwei Jahren hatte der SV Rengetsweiler genau das gleiche Problem. Ein Bauantrag für einen Trainingsplatz inklusive Flutlichtanlage wurde eingereicht und bei der Stadt angefragt, ob ein Teil der Kosten übernommen wird. Die Stadtverwaltung erklärte jedoch, dass für eine solche Baumaßnahme keinerlei Mittel bereitgestellt werden können. Somit musste der Verein die Kosten zu 100 Prozent selbst tragen. 

Auch in Rengetsweiler trainieren wöchentlich drei komplette aktive Mannschaften sowie drei bis vier Jugendmannschaften. Jetzt stellt man sich in Rengetsweiler natürlich die Frage, warum für die gleiche Maßnahme, für 

die gleiche Sportart im einen Fall der Betrag 0 und im anderen Fall 320 000 Mark (Ende noch nicht absehbar) stehen soll. Auch wenn wir dem SV Meßkirch einen kleinen Stadtbonus zugestehen, bleibt die bescheidene Frage nach der Gleichbehandlung. Müssen wir nach diesen neuen Erkenntnissen jetzt eine nochmalige Anfrage an den, Bürgermeister richten?

Wir gönnen dem SV Meßkirch wirklich, dass "die Bagger endlich anrollen", und die Stadtväter dem wieder in die Erfolgsspur zurückkehrenden Verein einen Platz präsentieren. In Rengetsweiler haben diese Arbeiten übrigens die Spieler, Funktionäre sowie freiwillige Helfer mit Traktoren, Wagen, vielen Schaufeln und Blasen an den Händen bewerkstelligt. Dies liegt sicher daran, dass wir halt mit diesen Geräten noch umgehen können. Doch sind wir absolut sicher, dass die Stadt- oder (Orts)-väter uns nicht ganz vergessen haben und mit salomonischer Überlegtheit auch einige Brotkrümel für die armen Landvereine abfallen lassen.


 
 

Uli Schneider, Vorsitzender SV Rengetsweiler, 09.11.2001

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